Objekt: Entwurf von zwei Turmaufsätzen
........................für die Sparkasse-Lehe
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Planung: ........2001
Turmaufsätze
Das Leher Sparkassen- und Postgebäude wurde auf den Platz des Eitsschen Wasserturmes gebaut. Mit dem Bau wurde 1915 begonnen, und am 11. August 1917 konnte die Leher Sparkasse ihr Haus an der Hafenstraße beziehen.
Der Entwurf des Gebäudes stammt vom Architekten Professor Wilhelm Kreis aus Düsseldorf. Der zweite Weltkrieg fügte dem Gebäude keine oder nur unwesentliche Schäden bei. Trotzdem entschloss man sich, aus heute nicht nachvollziehbaren Gründen, die beiden achteckigen Turmaufsätze und die Gesimsbänder der Türme abzutragen.
Wir schlagen die Revitalisierung des Gebäudes durch adaptive Formenelemente der beiden Turmausbildungen vor. Hier könnte im Rahmen des städtebaulichen Programms "Urban II" gemeinsam mit der Fassadenerneuerung der Lessingschule, der Umgestaltung des Ernst-Reuter-Platzes und der Teilsanierung der Paulus Kirche ein interessanter Mittelpunkt der Hafenstraße entstehen.
Die sichtbaren Zeugen einer technischen Verbesserung der Gebäudehülle haben das historische Aussehen des Gebäudes verändert. So haben die Fenster keine Sprossenteilungen und die Werbeanlagen sind weit vom Originalzustand entfernt. Die klassischen Vorbilder der Türmaufsätze anzuwenden macht keinen Sinn, da dann auch alle anderen Originalelemente des gesamten Gebäudes wiederkehren müssten.
Der Entwurf zeigt eine abstrahierte Formtreue der ehemaligen Turmaufsätze und wirkt mit den gläsernen Oberflächenanteilen auf die primäre Wirkungsentfaltung der Nacht. Trotzdem bleibt die Tagwirkung nahe am Original. Für die abgetragenen Gesimsbänder sind jeweils drei parallel verlaufende Lichtbänder vorgesehen, mit denen gleichzeitig die Wiederbelebung der Gesimsbänder einhergeht.
Die Türmaufsätze sind als fertiges Bauelement angedacht, die vorgefertigt auf die Turmstümpfe kommen, und somit die Bauzeit Vorort erheblich reduzieren. Die Restflächen des Daches sollen mit einem Kupferdach belegt werden.